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Geschäftsbericht 2009

 

Geschäftsbericht
des Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein e. V. für das Jahr 2009

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein e. V. (BSVN) hat seinen Sitz in Meerbusch und unterhält dort zur Wahrnehmung seiner Aufgaben eine Geschäftsstelle.

Er ist ordentliches Mitglied des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. und des Paritätischen Wohlfahrtverbandes, Landesverband Nordrhein –Westfalen e.V.,
Der Verband arbeitet mit dem Lippischen Blinden- und Sehbehindertenverein e.V. sowie dem Westfälischen Blinden- und Sehbehindertenverein e.V. in der Arbeitsgemeinschaft der nordrhein-westfälischen Blindenverbände zusammen.
Dem BSVN gehören 25 Mitgliedsvereine mit über 2.500 darin organisierten Personen im rheinischen Teil des Landes Nordrhein-Westfalen an.
Er nimmt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Aufgaben im Sinne des dritten Abschnittes der Abgabenordnung („Steuerbegünstigte Zwecke“) wahr.
Der Freistellungsbescheid des Finanzamtes Neuss wurde mit Datum vom 29.06.2007 ausgestellt.
Als Verband der freien Wohlfahrtspflege vertritt er die Interessen Blinder und Sehbehinderter Menschen und arbeitet hierbei mit anderen Selbsthilfeträgern zusammen.
Der Verband enthält sich jeder parteipolitischer und konfessioneller Betätigung.


Der Verband fördert die gesellschaftliche und berufliche
Eingliederung blinder und sehbehinderter Personen insbesondere durch
- Einflussnahme auf die Gesetzgebung und –Anwendung in Nordrhein-
Westfalen,
- soziale und berufliche Rehabilitation, Fort- und Weiterbildung,
- Mitwirkung bei der Erschließung neuer Berufsmöglichkeiten,
- Beratung in Hilfsmittelfragen,
- Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
- Unterstützung und Pflege kultureller, geselliger und sportlicher
Bestrebungen,
- Unterhaltung von Einrichtungen der Arbeits-, Senioren-, Erholungs-,
Kur- und Gesundheitsfürsorge bzw. Beteiligung an deren Trägerschaft,
- Öffentlichkeitsarbeit,
- Zusammenarbeit mit anderen Organisationen.


Einflussnahme auf Gesetzgebung, Verordnungen und Richtlinien und deren Anwendung in Nordrhein-Westfalen,

Gesetz über die Hilfen für Blinde und Gehörlose in NRW (GHBG) / Blindengeldgesetz

An dem, von der Landesregierung in jeder Legislaturperiode dem Landtag vorzulegenden Bericht über die Erfahrungen mit diesem Gesetz, dessen Auswirkungen und Anwendungsprobleme in der Praxis und über die Notwendigkeit seines Fortbestandes, wurde die Arbeitsgemeinschaft der Blinden- und Sehbehindertenvereine NRW (AG BSV NRW) beteiligt.
Die AG der BSV NRW nahm, federführend durch den Vorsitzenden des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westfalen, Klaus Hahn, in 2009 schriftlich und durch den Vorsitzenden des BSVN, Gerd Kozyk, im Februar 2010 vor dem Sozialausschuss des Landtags mündlich dazu Stellung,
Die AG der BSV NRW betont in ihren Stellungnahmen
Die Bedeutung des Gesetzes als Eckpunkt der Sozialpolitik und die Notwendigkeit seiner Beibehaltung, forderte aber einen Kaufkraftverlustausgleich für die seit 12 Jahren unveränderten Sätze des Blindengeldes für über 60-Jährige und des Sehbehindertengeldes, falls diese, aus Sicht der BSV NRW, als ungerechtfertigt empfundene Differenzierung denn beibehalten werden solle.
Zudem müsse zumindest der Satz des Blindengeldes für über 60-jährige dynamisiert werden.
Taubblindheit oder eine Hör- Sehbehinderung ist eine besonders schwere und komplexe Behinderung. Für diese Menschen gelte es einen besonderen Nachteilsausgleich im GHBG vorzusehen sowie ein eigenes Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis.
Der Bericht der Landesregierung kommt zu dem Schluss: „Der mit dem GHBG seinerzeit gefundene ausgewogene Kompromiss zwischen den Interessen der Sinnesbehinderten und denen der Kostenträger hat in den vergange¬nen Jahren zu einer Praxis ohne wesentliche Beanstandungen geführt, so dass aus Sicht der Landesregierung derzeit Veränderungen am GHBG nicht erforderlich sind.“

Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (BRK)

Die BRK ist im März 2009 in Deutschland in Kraft getreten.
Dieses Übereinkommen basiert auf den zentralen Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen und konkretisiert die dort verankerten Menschenrechte für die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen. Das Übereinkommen verbietet die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen und garantiert ihnen die bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte.
Ihm liegt das Inklusionsprinzip in allen Bereichen zu Grunde.
Die BRK ist geltendes Recht in Deutschland. Mit ihren weitgehenden Bestimmungen
umfasst sie alle Lebensbereiche.
Die Vorsitzenden des BSVW und des BSVN, nahmen im November 2009 an einem Dialog im Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales
zum Thema „Zugänglichkeit“, Artikel 9 der BRK und zum Thema Arbeit (Artikel 27 BRK) teil.
Der Dialog wird in 2010 fortgesetzt. Ziel ist, Handlungsbedarfe zu ermitteln, die für die Umsetzung der BRK in Deutschland erforderlich sein könnten. Hier gilt es unsere Interessen zu vertreten, da hiervon auch die Belange blinder/sehbehinderter Menschen betroffen sein werden.


Schulische Bildung

Vor dem Hintergrund der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung und der davon ausgehenden Inklusionsdebatte, ¬wandte sich die AG der BSV NRW, federführend durch den BSVN, mit Schreiben vom 09.03.2009 an das
Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Im Namen der Arbeitsgemeinschaft wies Frau Manuela Landsberg (BSVN) in dem Schreiben an die Kultusministerin, Frau Barbara Sommer, insbesondere darauf hin, dass
? Bildung für blinde und sehbehinderte Schüler in Förderschulen und in allgemeinen Schulen personell und materiell gleichartig ausgestattet sein muss.
? Die Wahl der Schulform muss den Schülern und ihren Eltern obliegen. Ein Wechsel zwischen Förderschule und allgemeiner Schule und umgekehrt muss stets möglich sein.
? Blinde Schüler müssen im Rahmen der Schulbildung Brailleschrift lesen und schreiben lernen
? Geeignete Unterrichtsmaterialien und Hilfsmittel müssen zur Verfügung
stehen.
Das Ministerium nimmt zu unserer Darlegung der Förderaspekte Stellung und weist darauf hin, dass die Landesregierung ihre Bemühungen um Ausweitung des „Gemeinsamen Unterrichts“ von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderungen weiter verstärkt hat.
Für den Bereich der sonderpädagogischen Förderung gelte: Im schulischen Bildungsprozess ginge es nicht nur um den Förderort, sondern vor allem um die Frage, wo die beste Förderung für ein Kind ermöglicht werden kann.

Hörfilmversorgung in NRW

Die Technik der „Audiodescription“ ermöglich es stumme Szenen in Filmen mit einem akustischen Untertitel zu unterlegen. Sehbehinderte oder blinde Menschen werden dadurch in die Lage versetzt dem Filmgeschehen besser folgen zu können. Die Versorgung mit derart aufgerüsteten Filmen durch die Fernsehanstalten ist in Nordrhein-Westfalen äußerst unbefriedigend.
Federführend durch den BSVN wurde eine diesbezügliche Erhebung mittels Fragebogen bei den Mitgliedern der Blinden- und Sehbehindertenvereine in NRW durchgeführt.
Das Ergebnis dieser Befragung soll dazu dienen, unsere Forderung nach einer Verbesserung dieses Angebots den zuständigen Verantwortungsträgern gegenüber zu untermauern.

Barrierefreiheit

Obwohl das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) NRW die Auffindbarkeit und Nutzbarkeit der gestalteten Lebensbereiche ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne
fremde Hilfe vorsieht, wird dies in der Regel nicht mit den Bedürfnissen sehbehinderter Menschen in Verbindung gebracht. Im Fokus von Planern und Erbauern steht die Beseitigung bzw. Vermeidung von physikalischen Hindernissen für körperbehinderte Menschen.
Das Verständnis und die Einsicht in die Notwendigkeiten, für den von uns zu vertretenden Personenkreis in Bezug auf eine umfassende Barrierefreiheit zu erreichen, erfordert von unseren Interessensvertretern Tag für Tag viel Mühe und trotz vorhandener Regelwerke immer wieder Grundsatzdiskussionen.

Der BSVN fordert im Schreiben an die Landesbehindertenbeauftragte vom Juni 2009, im Namen der AG der BSV NRW, die Landesbehindertenbeauftragte, Frau Gemkow auf, verstärkt auf die Belange sehbehinderter/blinder Menschen hinzuweisen.

„Leitfaden Barrierefreiheit im Straßenraum“
Nach ca. 1-jährigen Verhandlungen zwischen dem Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen und der Fachgruppe Umwelt/Verkehr/Mobilität der Blinden- und Sehbehindertenvereine NRW, sowie der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW konnte dieser im Juni 2009 in Kraft gesetzt werden.
Dieses Regelwerk zeigt umfassende Lösungen für Menschen mit Seheinschränkungen für deren Sicherheitsbelange und Orientierungsnotwendigkeiten im öffentlichen Verkehrsraum auf.
Der „Leitfaden Barrierefreiheit im Straßenraum“ wurde an alle Kreise, Kommunen und kreisfreie Städte in NRW und Behindertenorganisationen versandt.
Wir hoffen, dass dieser Leitfaden beispielgebend für ganz NRW werden kann, und im Rahmen eines integrativen Prozesses mittelfristig einheitliche Lösungen, auch außerhalb des Zuständigkeitsbereichs von „strassen.nrw“ existieren werden.

Zielvereinbarungen
Das Instrument der „Zielvereinbarungsverhandlungen“ gem Behindertengleichstellungsgesetz NRW wurde vom BSVN erfolgreich zur Durchsetzung von mehr Barrierefreiheit in unterschiedlichen Bereichen der gestalteten Umwelt (Gebäude, Straßenraum, ÖPNV) genutzt.
Unterstützt und insbesondere juristisch beraten wurden unsere ehrenamtlichen Interessensvertreter vor Ort dabei durch eine Fachkraft der „Agentur Barrierefrei NRW“.
Gegen die Umstrukturierung dieser Agentur zum Jahresende 2009, durch die wir die Gefahr des Wegfalls dieser notwendigen Unterstützung sehen, hat der BSVN federführend für die BSV NRW gegenüber Herrn Minister K.-J. Laumann - Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW- protestiert.
Es bleibt abzuwarten, inwieweit hier die dringende Korrektur der umgesetzten Maßnahmen erfolgen wird.

Beratungsstelle für taubblinde Menschen

Der BSVN setzt sich gemeinsam mit dem Westfälischen und dem Lippischen Blinden- und Sehbehindertenverein zur Widereinrichtung der Beratungsstelle für taubblinde Menschen in Recklinghausen ein. Die Beratungsstelle hatte in der Projektphase von 2005 bis 2008 unter Beweis gestellt, von welchem Wert sie für die betroffenen Menschen ist. Nach Ablauf dieses Projektes kann diese Arbeit nicht durch ehrenamtlich tätige Mitarbeiter kompensiert werden. Eine personelle Besetzung ist dringend erforderlich.
Dies haben die BSV NRW in einem Unterstützerbrief an den Sozialminister, Herrn Laumann und die Fraktionen der Landschaftsverbände gemeinsam mit dem Förderverein für Taubblinde in Recklinghausen und dem Gehörlosenzentrum zum Ausdruck gebracht.
Mit den Direktoren der Landschaftsverbände und den Vorsitzenden von BSVW und BSVN sollen Gesprächstermine in 2010 dazu erfolgen.

Beteiligung an Trägerschaften / Zusammenarbeit mit Einrichtungen

Blinden- und Sehbehindertenzentrum Nordrhein gGmbH
Der BSVN ist alleiniger Gesellschafter dieser Einrichtung für
24 mehrfachbehinderte blinde und sehbehinderte Menschen. In unserem Wohnheim, welches 1999 eröffnet wurde, gibt es drei Wohngruppen. Jede Gruppe verfügt über sechs Einzelzimmer und ein Doppelzimmer, einen geräumigen Wohnraum und eine Küche. Für die verschiedenen Angebote stehen im Untergeschoß Therapie- und Werkräume zur Verfügung. Bei schönem Wetter ist unsere großzügige Terrasse ein beliebter Aufenthaltsort.
Rund die Hälfte unserer Bewohner besucht keine Werkstatt für behinderte Menschen. Sie erhalten hier im Haus tagsüber durch unsere Mitarbeiter individuelle Förderprogramme. Ab dem Nachmittag stehen diese Angebote allen Bewohnern zur Verfügung. Dies kann sein Snoezeln auf dem Klangwasserbett, Musizieren und Singen, Schwimmen in einem öffentlichen Bad, Begleitung zum Reiten, Hörbuchstunde, Besuch unserer Kreativwerkstatt, Teilnahme an einer Sportgruppe, Training lebenspraktischer Fähigkeiten, Physiotherapie und Musiktherapie durch externe Kräfte. Bei der Freizeitgestaltung beziehen wir sowohl die ganzheitliche Förderung als auch die Individualität der Bewohner ein. Wir bieten entsprechend den Bewohnerinteressen Spaziergänge, Discobesuche, Einkäufe, Ausflüge, Feste und Feiern sowie Urlaube an. Bei allen Freizeitangeboten steht in der Regel für jeden Bewohner ein Betreuer bereit. In unseren Teams arbeiten Heilerziehungspfleger, Krankenpfleger, Erzieher, Ergotherapeuten, Heilpädagogen und angelernte Pflegekräfte.
Wir bieten ein Zuhause, das sich nah an einer normalen Lebensgestaltung orientiert. Wir wollen allen Bewohnern gemäß ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten ein selbst bestimmtes, sinnvolles und zufriedenes Leben ermöglichen.
2009 feierte das Wohnheim sein 10jähriges Bestehen. Am 18.06. wurde dieses Jubiläum im Rahmen eines Tages der Offenen Tür gefeiert. Viele Gäste kamen zur Geburtstagsfeier und informierten sich über die vielen Neuerungen in der Einrichtung. Am 15.Mai war die Sozialdezernentin des Landschaftsverbandes Rheinland, Frau Hoffmann-Badache Gast des Zentrums. Sie war erstmals in unserer Einrichtung und war sehr angetan von der guten Arbeit im Hause, insbesondere von den durch Eigeninitiative errichteten Kreativbereichen.
2009 sind viele Neuerungen und Verbesserungen im Hause zum Wohle der Bewohner errichtet worden. Eine größere Außenanlage mit Blockhütte und einem Hochbeet für unsere Bewohner im Rollstuhl wurde errichtet. Der Dachboden wurde isoliert, ein neues Kraftfahrzeug für die Bewohnerbeförderung angeschafft. Der von der Aktion Mensch geförderte Transportbus wurde dann endlich um den Jahreswechsel geliefert.
Einige Mitarbeiter des Wohnheimes geben gemeinsam mit Bewohnern eine eigene Hauszeitung heraus. „Augenblicke“ heißt diese Zeitschrift, die dreimal jährlich erscheint.
Beschlossen wurde ebenfalls, das Sommerfest des Wohnheimes künftig nur noch alle zwei Jahre im großen Rahmen zu feiern. In den Zwischenjahren sollen dann lediglich die Eltern und Freunde eingeladen werden.
Nicht zu vergessen die Tatsache, dass das Zentrum vom Förderverein für das Blinden- und Sehbehindertenzentrum Nordrhein gGmbH jährlich finanziell unterstützt wird. Über €50.000 stellte der Verein, der von den Eltern der Bewohner im Jahre 2000 ins Leben gerufen worden ist, dem Zentrum bisher zur Verfügung. Hierfür ein herzliches Danke schön.


AURA Zentrum gGmbH, Bad Meinberg
Der BSVN ist Mitgesellschafter dieser speziell auf die Bedürfnisse und Wünsche blinder und sehbehinderter Menschen eingestellten Hotel- Kur- und Rehabilitationseinrichtung.
Das Haus erfreut sich großer Beliebtheit bei den Gästen und stellt für viele Menschen mit Seheinschränkungen oft die einzige Möglichkeit dar, einen Erholungsurlaub zu verbringen.
Bei den Organisationen der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe ist es eine gefragte Tagungsstätte für Seminare, aber auch Veranstaltungen geselliger Art.
Im Betreuten, auf die Bedürfnisse sehbehinderter/blinder Menschen abgestimmten, Wohnen, haben besonders ältere Menschen hier ein neues „zu Hause“ gefunden.
Zur Weiterentwicklung und Zukunftssicherung dieser Einrichtung fanden 2009 intensive Gespräche zwischen den Gesellschaftern statt.


Der Integrationsfachdienst für Blinde und Sehbehinderte Menschen
Gemeinsam mit dem BFW Düren ist der BSVN Träger dieses Fachdienstes.
Er wird vom Landschaftsverband Rheinland finanziert. Der Integrationsfachdienst steht blinden und sehbehinderten Arbeitnehmern, deren Arbeitgebern und betrieblichen Helfern vor, während und nach dem Beschäftigungsverhältnis als Ansprechpartner zur Verfügung. Der IFD berät Arbeitssuchende, Schüler, Lehrer, Eltern, Auszubildende und Mitarbeiter von Werkstätten für behinderte Menschen im Rahmen der beruflichen Orientierung. Er arbeitet eng zusammen mit dem Integrationsamt, den örtlichen Fürsorgestellen, der Agentur für Arbeit und den Rehabilitationsträgern. Die Mitarbeiter des Integrationsfachdienstes unterliegen der Schweigepflicht. Sieben Mitarbeiter arbeiten für den BSVN e.V. im Bereich der Arbeitsplatzsicherung in den Standorten Aachen, Düsseldorf und Köln. Durch die Ansiedlung beim BSVN werden Synergien zwischen diesem Dienst, unseren Mobilitätstrainern und unseren Ortsvereinen nutzbar. Im Jahre 2009 wurden im Rheinland von unserem Integrationsfachdienst 31 blinde oder sehbehinderte Menschen in ein neues Arbeitsverhältnis vermittelt. Insgesamt gab es in 2009 für den IFD 621 Klienten, davon 387 männlich und 234 weiblich. Im Bereich der Arbeitsplatzsicherung hatten unsere Mitarbeiter im Berichtsjahr 395 Klienten, davon 235 männlich und 160 weiblich. Neue Arbeitsfelder seit 2009 sind die Bereiche Übergang Schule/ Beruf und Übergang Werkstatt / erster Arbeitsmarkt. Die Kontakte zu den LVR Förderschulen – Förderschwerpunt Sehen - wurden seitens unseres Integrationsfachdienstes immer Aufrecht erhalten, so dass dieses neue Arbeitsfeld für unseren Dienst eine Weiterführung der bisherigen Arbeit beinhaltete. Eine neue Homepage des IFD ist derzeit in Vorbereitung und wird 2010 fertig gestellt.


Orientierung und Mobilität (O&M)

Drei, beim BSVN beschäftigte, Rehabilitationslehrer/innen für den Bereich Orientierung und Mobilität helfen blinden oder von Blindheit bedrohten Menschen, sich wieder orientieren zu können. Dies sind Frau Schäfer, Frau Schlich und Herr Weidner. Das Erlernen der Technik des Umgangs mit dem „weißen Langstock“ ermöglicht es ihnen weitgehend selbstständig mobil zu sein. Dies ist eine gravierende Steigerung Ihrer Lebensqualität und eine der Grundvoraussetzungen zur Teilnahme am Arbeits- und Berufsleben.
Die Geschäftsstelle unseres Verbandes unterstützt Menschen bei der Antragstellung für die Kostenübernahme eines Mobilitätstraininsg und verhandelt mit den jeweiligen Kostenträgern. Die Kosten werden von den gesetzlichen und abhängig von der Vertragsgestaltung von vielen privaten Krankenkassen übernommen. Je nach individueller Situation können auch anderen Kostenträger wie Sozialhilfeträger, Rententräger, Agentur für Arbeit oder Berufsgenossenschaft zuständig sein.
Die Orientierungs- und Mobilitätstrainer des Verbandes sowie ein auf Honorarbasis angestellter Trainer: Herr Tasler - trainierten in 2009 insgesamt 102 Personen.


Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)
Unterricht in Lebenspraktischen Fähigkeiten werden ebenfalls vom BSVN e.V. angeboten. 22 Personen kamen 2009 in Genuss dieses Trainings. Auch hier unterstützt die Verbandsgeschäftsstelle Menschen bei der Beantragung dieser Maßnahmen und der Abwicklung durch die Kostenträger. Die selbstständige
Haushaltsführung - Essenszubereitung, Wohnungspflege, Einkaufen, Wäsche- und Garderobepflege, durch blinde/sehbehinderte Menschen ist Ziel dieses Trainings.
Der BSVN e.V. führt diese Schulungen in Zusammenarbeit mit Frau Boy durch.


Organe und Gremien des BSVN

Verwaltungsratssitzungen
Das höchste Organ des BSVN zwischen den Verbandstagen ist der Verwaltungsrat. Ihm gehören die Vertreter seiner 25 Mitgliedsvereine, die Ehrenmitglieder und der Verbandsvorstand an.
2009 fanden 2 Sitzungen dieses Gremiums statt:
Am 16.05.09 in Düsseldorf und vom 06. - 08.11.09 im „AURA Zentrum“,
Bad Meinberg.
Am 16. Mai nahm, einer guten Gepflogenheit folgend, ein Vertreter des Vorstands des BSVW, teil, als Gast, begrüßten wir Herbert Kleine-Wolter.
In dieser Sitzung musste wegen des Ausscheidens von Armin Kokoska aus dem Vorstand ein Vorstandsmandat neu besetzt werden. Frau Manuela Landsberg wurde wieder in den Vorstand gewählt. Der Beschluss einer Beitragserhöhung wurde auf den Verwaltungsrat 2010 vertagt. Für die notwendige Nachbesetzung der Satzungskommission, zur Zusammenführung des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westfalen und des BSVN, erhielt der Vorstand die Ermächtigung, Mitglieder zu berufen.
Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Beratungsbedarfs in der immer älter werdenden Bevölkerung wird die Gründung einer „Fachgruppe Auge“ diskutiert. Einem diesbezüglichen Antrag des Vorstands kann der Verwaltungsrat zunächst nicht folgen, beschließt jedoch die Einsetzung eines/er Beauftragten zu diesem wichtigen Themenfeld.

In seiner Novembersitzung ruft der Verwaltungsrat einen „runden Tisch“ ins Leben, der sich, besetzt von Verwaltungsratsmitgliedern und Vorstandsmitgliedern, mit der Finanzsituation des Verbandes befassen soll.


Der Vorstand
Im Berichtsjahr tagt der Vorstand zu 4 Sitzungen und einer Klausurtagung, sowie zu einer gemeinsamen Sitzung mit dem Vorstand des Blinden- und Sehbehinderten-vereins Westfalen.

Die Arbeit auf Landesebene im Vorstand ist auf viele Schultern verteilt:
Gerd Kozyk: Vorsitzender
Heinz van Well: 2. Vorsitzender und Vertreter bei der Westdeutschen Blindenhörbücherei in Münster
Manuela Landsberg: Frauen, Familien und selbständige Lebensführung, Hörfilm, Augenerkrankungen und vertritt im Wechsel mit dem BSVW-Vorsitzenden die Blinden- und Sehbehindertenvereine NRW im Landesbehindertenbeirat, einem Beratungsgremium der Landesbehindertenbeauftragten.
Manfred Meyer: Tourismusbeauftragter, Interessen der Physiotherapeuten, Öffentlichkeitsarbeit
Brigitte Otto-Lange: Die akustische Verbandszeitschrift „Nordrhein-Report“, und den Bereich Sport
Christian Pollmanns: Jugend, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung, Sehbehindertenarbeit
Bernd Winkelmann: Angelegenheiten taubblinder Menschen, Vertreter im Paritätischen, barrierefreie Kommunikation
Dr. Hans Zeißig: Berufliche Rehabilitation, Fortbildungen, übergreifende Konzepterarbeitung
Der Geschäftsführer, Peter Henseler, vertritt unseren Verband beim Rheinischen Blindenfürsorgeverein Düren.

An den Verwaltungsratsitzungen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes nahmen jeweils delegierte Vorstandsmitglieder und der Geschäftsführer teil

Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote

Vom 13.03. - 15.03.2009 fand im AURA Zentrum, Bad Meinberg ein BSVN-Fortbildungsseminar statt. Es richtete sich an alle im
BSVN organisierten Mitglieder. Schwerpunktthemen waren:
1. Vorstellung des Projektes Augenmedizinische Selbsthilfetreffs durch Lothar
Schubert,
2. Neue Wege in der Mitgliederwerbung, Referent Rudi Ulrich (DBSV-Präsidium) und 3. Regionale Förderung durch die Krankenkassen, Referentin Renate Hoop,
Gesundheitsamt Düsseldorf.
Im Rahmen der Verwaltungsratsitzung vom 06. - 08.11.09 in Bad Meinberg wurden zwei Schwerpunktthemen behandelt: Holger Johansen von der Evangelischen Landeskirche informierte über die Stellung der blinden und sehbehinderten Menschen in der Kirche. Im Hinblick auf den Sehbehindertensonntag 2010 ein zukunftsweisender Themenbereich. In einem zweiten Beitrag referierte Christian Pollmanns zum Themenbereich Mitgliederwerbung in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe.

„Offene augenmedizinische Selbsthilfetreffs“

2009 wurde eine erste, einführende Fortbildungsveranstaltung zum Thema „offene augenmedizinische Selbsthilfetreffs“, durch den Vorsitzenden des BSV Düren, Lothar Schubert, durchgeführt.
Anhand von Anschauungsmaterialien - tastbare, mit Brailleschrift versehene Folien, anatomische Augenmodelle wurden vertiefende Kenntnisse über Augenerkrankungen und die Durchführung derartiger Treffs vermittelt.
Diese Schulung, sowie die Nachfolgeveranstaltungen sollen dazu dienen, die Teilnehmer zu befähigen, in den jeweiligen Ortsvereinen den steigenden Bedarf an Beratung zu diesem Themenkreis noch besser gerecht zu werden.
Die BSVN-Geschäftsstelle wird die 10 teilnehmenden Mitgliedsvereine mit den entsprechend notwendigen Materialien versorgen und die Folgeveranstaltungen für 2010 organisieren.

Projekt „Wir sehen weiter“ (WSW)
An diesem federführend vom BSVW und unter unserer Mitarbeit durchgeführten, vom MAGS geförderten, Projekt, zur weiteren Qualifizierung unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter, nahmen in den letzten zwei Jahren ca. 100 Personen aus unseren Vereinen in NRW teil.
Die Schulungsteilnehmer haben sich in 140 Stunden und in wohnortfernen Einrichtungen mit außergewöhnlichem Engagement, Idealismus, viel Kraft und Zeit fortbilden lassen.
Im Berichtsjahr absolvierten 16 Personen aus unseren Mitgliedsvereinen diese Fortbildung.
Den erfolgreichen Teilnehmern händigte der Sozialminister, Herr K.-J. Laumann, persönlich die Urkunde als zertifizierte „WSW-Berater“ aus.


Fachgruppen

Innerhalb der Blinden- und Sehbehindertenvereine NRW gibt es für Berufs- und Interessensbereiche Fachgruppen, welche die spezifischen Belange blinder und
sehbehinderter Menschen wahrnehmen.

Fachgruppe Jugend
Die Fachgruppe verfolgt unter anderem folgende Aufgaben: Organisation von Veranstaltungen für Ihre Mitglieder, Werbung in Einrichtungen des Blinden- und
Sehbehindertenwesens für die Mitgliedschaft junger Menschen in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe, Beteiligung an Veranstaltungen, Förderung von
Integration blinder und sehbehinderter Jugendlicher und junger Erwachsener, Kooperation mit Eltern, Schulen und Berufsbildenden Einrichtungen.


Tätigkeitsbericht der Jugendgruppe

- 17.01.2009: Besuch der Ägyptenausstellung im Gustav-Lübke-
Museum in Hamm


- 27.01.2009: Vertretung der Fachgruppe beim
Punktschriftlesewettbewerb der
Blindenschule Düren im Rahmen Tour de Braille in der
Stadtbücherei Düren
- 20.03.09 – 22.03.09: Jugendwochenende im Aurazentrum Bad Meinberg
- 18.4.09: Fachgruppenversammlung
- 29.05.09 – 01.6.09: Cooltour nach Xanten
- 15.06.09: Ehemaligentreffen Sehbehindertenschule Duisburg
- 09.07.09: Sommerfest im BFW Düren
- 11.07.09: Grillfest am Harixsee
- 16.08.09-21.08.09: Segeltörn in Dänemark
- 22.08.09: BSVW-Mitgliederversammlung in Hamm
- 19.09.09: Freilichtmuseum Detmold
- 25.09.09: Hilfsmittelausstellung in Soest
- 26.09.09: Radioworkshop in Mönchengladbach
- 02.10.09 – 04.10.09: Bundesjugendseminar in Georgental
- 28.11.09: Weihnachts-/Jahresabschlussfeier in Münster


Fachgruppe Büroberufe
Die Fachgruppe verfolgt die Aufgaben: Wahrung der Interessen blinder und sehbehinderter Berufstätiger, Hilfe bei der Integration ins Berufsleben, Zusammenarbeit mit fachbezogenen Aus- und Weiterbildungsstätten, Kontakte zu anderen Fachgruppen, Organisation und Durchführung fachbezogener Seminare.


Tätigkeitsbericht der Fachgruppe für Büroberufe im BSV NRW

In der Jahreshauptversammlung in der Kleingartenanlage Flora in Dortmund ging es um eine neuartige Form der Texterkennung. Die Firma Elumo stellte den Prototypen ihres Vorlesehandys vor. Hierbei wird die Textvorlage mit der Handykammera fotografiert und anschließend über eine Internetverbindung an einen Server zur Texterkennung weitergeleitet. Das Ergebnis wird anschließend durch eine gut verständliche Sprachsoftware vorgelesen. Das Interesse der Teilnehmer war groß.

Vom 28.01.2009 bis 01.02.2009 fand im Aurazentrum Bad Meinberg die bundesweite Fort- und Weiterbildungsveranstaltung der KS Bürofachgruppen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e. V. statt. Neben der jährlich stattfindenden Hilfsmittelausstellung wurden neue Ausbildungsgänge im Berufsförderungswerk Düren vorgestellt. Als zusätzliche Qualifikationsmöglichkeit für unseren Personenkreis wurde der europäische Computerführerschein erläutert. Eine Besichtigung der Blindenschriftdruckerei „Pauline von Mallinckrodt“ in Paderborn rundete das Programm ab.

Unser diesjähriges fachbezogenes Wochenendseminar fand vom 06.03. bis 08.03.2009 im Aurazentrum Bad Meinberg statt. Diesmal ging es um Stressbewältigung und Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz sowie die Aufgaben der Schwerbehindertenvertretung. Eine Teilnehmerin berichtete über ihre Erfahrungen mit dem Verein „Reinit“. Dieser kümmert sich u. a. um den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen nach der Familienzeit.

Das Leitungsteam der Fachgruppe traf sich am 25. April zu seiner Sitzung. Es wurde auf die vorangegangenen Veranstaltungen zurückgeblickt und Veranstaltungen für das nächste Jahr geplant.

„Ein Leben in Würde – die Situation Blinder und Sehbehinderter in Europa“ war das Thema unseres politischen Seminars in Zusammenarbeit mit der Akademie Biggesee vom 22. bis 24. Mai in Attendorn. Passend zum Datum gab es einen Vortrag zum Thema 60 Jahre Grundgesetz.

Am 04. November 2009 fand in der Münsterabtei Meschede das Bewerbertraining des LWL-Berufsbildungswerks für Blinde und Sehbehinderte statt. An dieser Veranstaltung nehmen regelmäßig Mitglieder unserer Fachgruppe als Arbeitgebervertreter an den Bewerbungsgesprächen mit den Absolventen des aktuellen Entlassjahres aller Fachbereiche teil.
In Zusammenarbeit mit der Akademie Biggesee führten wir vom 14. bis 16. November ein Wochenendseminar in den Räumen der Akademie Biggesee in Attendorn durch. Aktuelle Themen wie Gesundheitsfond, Finanzkrise und Fragebögen zum Einbürgerungstest erhitzten die Gemüter. Die Teilnehmer waren wie immer sehr zufrieden mit der Durchführung und den äußeren Bedingungen.

Am 14.11.09 fand in der Gaststätte „Zum alten Fritz“ Duisburg die diesjährige Fachgruppenversammlung statt. Ein Schwerpunktthema bildete die Vorstellung des Büros für barrierefreie Bildung in Herne. Das Ehepaar Janatzek stellte diese Einrichtung mit dem aktuell zur Verfügung stehenden Schulungsangebot im IT-Bereich vor. Außerdem wurden zwei Softwarelösungen für die Vorlesefunktion von Handys vorgestellt.

Vom 27. bis 29.11.09 fand das zweite politische Seminar in der Akademie Biggesee in Attendorn statt. Anlässlich der am 27.09.09 stattgefundenen Bundestagswahl lautete das Thema: „Deutschland nach der Wahl“. Herr Neufurth, Referent der Akademie Biggesee stellte in Auszügen den vor wenigen Wochen verabschiedeten Koalisationsvertrag der aktuellen Regierung vor. Sonntagvormittag wurde das Thema: „Geld in der Gesellschaft“ behandelt.

Zurzeit hat die Fachgruppe etwa 200 Mitglieder, die per Mail in Punkt- und Schwarzschrift aktuell informiert werden. Nach wie vor ist ein Anstieg der Mitglieder zu verzeichnen, die die Fachgruppenrundschreiben per E-Mail bekommen. Für die Zukunft ist es nach wie vor wünschenswert, wenn die Fachgruppen-Rundschreiben ausschließlich per Mail versandt würden.


Fachgruppe physiotherapeutischer Berufe
Die Fachgruppe verfolgt folgende Ziele: Aus-, Fort- und Weiterbildung der Mitglieder, Sammeln und Weitergabe von berufsbezogenen Informationen, Kontaktpflege
zu Einrichtungen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung und den zuständigen Behörden, Kontakte zu den Herstellern berufsbezogener Hilfsmittel.

Tätigkeitsbericht der Fachgruppe Physiotherapeutische Berufe

Die Fachgruppe begann ihre Arbeit im Jahre 2009 mit dem im Januar üblichen Fortbildungsseminar im AURA-Zentrum Bad Meinberg. Es stand unter dem Thema „Kinesio-Taping“. Hierbei handelte es sich um den 2. Teil dieses Kurses, der unter der Leitung von Jutta Michels und Sabine Heimerdinger durchgeführt wurde. Es nahmen 24 Kolleginnen und Kollegen teil.
Am Mitarbeiterseminar (06.-08.02.) nahm der Fachgruppenleiter teil und brachte sich in die Arbeitsgruppe „Fort- und Weiterbildung“ ein. Bei einem Besuch des Berufsförderungswerkes Mainz konnte er auch die Arbeit der Fachgruppen den Schülerinnen und Schülern vorstellen.
Sehr wichtig ist dem Arbeitskreis auch die Zusammenarbeit mit den anderen Fachgruppen im DBSV. Daher nahm Michael Jäink an der Fachgruppenleitertagung in Chemnitz teil. Hier war es möglich, das BFW kennen zu lernen und sich mit den anderen Fachgruppen über aktuelle berufspolitische Geschehnisse auszutauschen.
Auch in der täglichen Ausübung unseres Berufes werden Hilfsmittel benötigt. Um einen Überblick des momentanen Standes der Hilfsmittelentwicklung zu haben, besuchte der Fachgruppenleiter die „Sight City“ in Frankfurt.
Als integrierter Bestandteil der Vereinsarbeit war die Teilnahme an der Mitgliederversammlung eine Selbstverständlichkeit.
Nach so vielen Tagungen war es nun wieder an der Zeit etwas für die Fort- und Weiterbildung zu tun. Vom 22. – 25.10. fand in Bad Meinberg ein Seminar zum Thema „Behandlungstechniken nach Gefäßerkrankungen Herz, Lunge, Uterus und Prostata“, unter der bewährten Leitung von Jutta Michels und Sabine Heimerdinger, statt. Es nahmen 20 Personen teil.
Als letzte Veranstaltung des Jahres wurde am 14.11. die Jahreshauptversammlung in Essen durchgeführt. Auf ihr wurde eine neue Fachgruppenleitung gewählt. Fachgruppenleiter wurde Karl Molinari aus Dortmund, Stellvertreter Michael Jäink aus Arnsberg. Zu Beisitzern wurden Erika Heck, Christa Kottsieper und Wolfgang Malzer-Sturm gewählt.

Abschließend sei noch erwähnt, das neben der üblichen Beratungs- und Organisationsarbeit auch noch Termine bei den Pflegeschulen des Klinikums Dortmund (5 x) und der Kath. Gesundheits- und Pflegeschule Dortmund wahrgenommen wurden.


Fachgruppe der Industriearbeiter und Handwerker
Die Fachgruppe verfolgt folgende Ziele: Die Förderung von Belangen der verschiedenen Berufs- und Personengruppen, Sammeln und Weiterleiten von berufsbezogenen
Informationen, Kontaktpflege mit Bildungs- und Ausbildungsstätten für Blinde und Sehbehinderte sowie den zuständigen Behörden; den Industrie- und Handelskammern;
den Handwerkskammern sowie den Hauptfürsorgestellen.


Tätigkeitsbericht der Fachgruppe Industriearbeiter und Handwerker

Vom 06.-08. Februar 2009 war Erika Oelmüller mit ihrem Mann bei der Mitarbeitertagung des BSVW im Maritim Hotel in Gelsenkirchen.

Am 07.03.09 fand unsere Leitungsteamsitzung in Duisburg in der Gaststätte zum alten Fritz statt. Es wurde unteranderem über die bevorstehende Mitgliederversammlung am 31.10.09 in Duisburg gesprochen. Es wird dazu die Referentin Frau Kerskes von der Verbraucherzentrale Duisburg eingeladen. Wir sprachen dann auch noch über die in zwei Wochen stattfindende Wochenendtagung in Bielefeld.

Am 21 / 22 März Wochenendtagung in Bielefeld ( Ubbedissen )
Unter dem Motto: 2009 das Jahr der Wahlen, der Sozial-, Wirtschaft- und Finanzpolitik

Anfang Oktober war Hubert Pützfeld beim BSVW in Dortmund. Er besichtigte die neuen Räumlichkeiten. Dazu wurde ein Zeitungsbericht vorgelesen.

Die Mitgliederversammlung fand am 31.10.09 in der Gaststätte zum alten Fritz statt.
Mit der Referentin Frau Kerskes von der Verbraucherzentrale Duisburg
Thema Verbraucherschutz
Sie sprach über folgende Themen: Gewinnmitteilungen (Wurfsendungen und Telefonanrufe), Kaffeefahrten, Lotteriespiele und Haustürverkäufe. Die Widerrufsfrist beträgt in manchen Fällen 14 Tage, in anderen Fällen 1 Monat. Es gibt 55 Beratungsstellen in NRW.

Nach dem Referat fand die Neuwahl des Leitungsteam statt
Wahlleiter war Christian Pollmanns vom BSVN
Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzender: Hubert Pützfeld (Westfalen)
Stellvertreter: Detlev Ostrowski (Nordrhein)
Schriftführer: Wilfried Hansch (Westfalen)
Beisitzer: Erika Oelmüller (Westfalen)
Beisitzer: Peter Gladbach (Nordrhein


Fachgruppe Frauen, Familien und selbstständige Lebensführung
Zu den Aufgaben der Fachgruppe gehört: die Unterstützung blinder und sehbehinderter Frauen und Männer in allen Fragen einer selbstständigen Lebensführung,
Angebote von kulturellen Veranstaltungen und anderen Freizeitaktivitäten. Die FG setzt sich für eine Verbesserung der Stellung blinder und sehbehinderter
Frauen in der Gesellschaft ein. Sie berät und unterstützt blinde und sehbehinderte Eltern bzw. Alleinerziehende.


Tätigkeitsbericht der Fachgruppe für Frauen, Familie und Selbständige Lebensführung

Frühzeitig fand das Fachgruppenseminar vom 26.02. – 01.03.09
im Aura-Zentrum Bad Meinberg statt. Es nahmen 45 Mitglieder und ihre Begleitpersonen teil. Diesmal begann das SEMINAR am Anreisetag mit einer Besichtigung der JVA in Osnabrück. Von dort aus brachte uns ein Bus dann gemeinsam nach Bad Meinberg. Dort ging es dann weiter mit Vorträgen zur „Entwicklung und Veränderung der Textilien in den letzten Jahren" - Erläuterungen mit vielen Beispielen zum Anfassen – Referentin, Frau Grüllich, Vorsitzende des Deutschen Textilverbandes aus Düsseldorf, "Gestik und Mimik, wie wirken wir durch Körpersprache und Gesichtsausdruck?" - Referent: Herr Neumann Bielefeld, und zum Abschluss „Welche Allergien lösen die neuen Textilien aus?" - Referent Prof. Dr. Brehler, Uni Münster. Zusammen fuhr man an einem Vormittag zur Galeria Kaufhof, wo man nach einer Modenschau zum Anfassen, Gelegenheit hatte unter fachkundiger Beratung einzukaufen. Beim Markt der Möglichkeiten mit - Hilfsmittelausstellung - Landeshilfsmittelzentrum Dresden, Silberschmuck, Miederwaren- Kauf konnten sich die Teilnehmer einiges ansehen. Abgeschlossen wurde das Seminar durch das Candlelight-Dinner im Wintergarten, der Fachgruppenversammlung und einem regen Austausch zur Neuerungen bei der Hilfsmittelversorgung.
Am 18.07.09 traf sich das Leitungsteam in der Gaststätte zum „Alten Fritz“ um sich über die weiteren Planungen abzustimmen.
Auch das Singwochenende vom 07. bis 09. August fand wieder sehr regen Zuspruch. Unter Leitung von Holger Kunz studierten die männlichen und weiblichen Teilnehmer aus ganz Deutschland Volksliedhaftes, Bluesiges und Populäres aus der Karibik ein, wobei neben großer Musikalität auch der Spaß nicht zu kurz kam.

Durch einen von Margret Gajewski sehr regen geführten Austausch über einen E-Mail-Verteiler und von mir vieler geführter Telefonberatungen von Eltern, sowohl selbst betroffen als auch mit Kindern, die eine Sehbehinderung oder Erblindung haben, kann man sagen, dass wir eine sehr lebendige Fachgruppe sind.

Fachgruppe für Führhundhalter
Die Fachgruppe berät Interessenten in allen Fragen des Führhundwesens und leistet die dazu gehörende Öffentlichkeitsarbeit. Sie bietet Führhundehaltern
und denen, die es werden wollen, Gelegenheit zu Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Sie nimmt Einfluss auf eine gute und umfassende Ausbildung der Hunde
in den Führhundschulen sowie der Halter. Die FG hält Verbindung zu den Führhundschulen, dem Leitungsteam der Führhundehalter im DBSV, den entsprechenden
Fachgruppen der anderen Bundesländer sowie den Krankenkassen und medizinischen Diensten.

Tätigkeitsbericht Fachgruppe der Blindenführhundhalter NRW

im Laufe des Jahres 2009 fanden folgende Veranstaltungen statt:

Verlängertes Wochenendseminar 11.06. bis 14.06.2009 in Bad Meinberg. Diese Veranstaltung war mit 35 Teilnehmern gut besucht.

Alljährliche Wanderung durch den Königsforst in Köln. Mit 28 Teilnehmern auch recht guter Erfolg.

Das Tellington Touch-Seminar im September fand in Bad Meinberg mit 13 Teilnehmern statt. Eine Folgeveranstaltung für 2010 wurde von allen Teilnehmer/innen gewünscht.

Die Herbstversammlung in Düsseldorf 14.11.2009 wurde von 24 Teilnehmern besucht.

Vom Leitungsteam nahmen am bundesweiten Arbeitskreisleitertreffen Frau Simone Fischer und Herr Günter Wingender in Fulda teil.

Auch im abgelaufenen Jahr wurden wieder viele Beratungsgespräche geführt. Ferner nimmt die Zahl der zu erstellenden Widersprüche immer mehr zu. Die Öffentlichkeitsarbeit war auch ein Schwerpunkt des Leitungsteams und der Fachgruppenmitglieder.


Fachgruppe Sport
Die Fachgruppe verfolgt den Zweck, Blinden und Sehbehinderten durch Aktivitäten verschiedenster Art den Sport nahe zu bringen, um die Gesundheit zu stärken,
die Mobilität zu erhalten und zu fördern und einen Beitrag zur Integration zu leisten. Dabei arbeitet sie eng mit dem Behindertensportverband Nordrhein-Westfalen
(BSNW) und anderen Sportverbänden zusammen. Die Fachgruppe ist kein eigenständiger Sportverein.

Tätigkeitsbericht der Fachgruppe Sport

Die Leitungsteamsitzung fand am 03.01.2009 in der Gaststätte „Löken“ in Gelsenkirchen statt.

Vom 24. bis 26. April 2009 reisten die besten Kegler aus ganz Deutschland zur Bundespokalkegelmeisterschaft nach Hagen (Westfalen). Die Keglerinnen und Kegler aus NRW gewannen insgesamt 4 von 7 Wanderpokalen.

Am 17.10.2009 trafen sich die Fachgruppenmitglieder im Restaurant „Edelweiß“, um nach der Fachgruppenversammlung an die Gewehre zu gehen. Das Ehepaar Ritter waren uns gute Lehrmeister.

Unser 15. Tanzfestival fand vom 23. bis 25.10.2009 wieder im Haus des Behindertensports in Winterberg-Langewiese statt. Diese Veranstaltung erfreut sich auch über die Landesgrenzen von NRW großer Beliebtheit; denn es kommen auch Teilnehmer aus Niedersachsen und Baden-Württemberg nach Langewiese.

Die Sport-News sind weiterhin sehr beliebt bei den Blinden und Sehbehinderten in NRW und darüber hinaus.

Fachgruppe Umwelt/Verkehr/Mobilität
Die Fachgruppe verfolgt die Ziele: Förderung der Mobilität blinder und sehbehinderter Menschen, Barrierefreie Gestaltung öffentlicher Verkehrswege und -mittel
sowie öffentlich zugängliche Gebäude, Schaffung und Erhaltung von Maßnahmen zur Sicherheit des zu vertretenden Personenkreises im privaten und öffentlichen
Verkehrsraum.

Tätigkeitsbericht der Fachgruppe für Umwelt / Verkehr / Mobilität
der BSV NRW (FG UVM)

Das Berichtsjahr erforderte eine Vielzahl von Aufgabenwahrnehmungen durch das Leitungsteam und Mitglieder der Fachgruppe Umwelt / Verkehr / Mobilität.
Durch Informationsweitergaben, Beratung und Bearbeitung von themenbezogenen Anfragen und der Begleitung bei Ortsterminen, unterstützte die Fachgruppe Umwelt, Verkehr und Mobilität mit ihren ca. 100 Mitgliedern während des Berichtsjahres die örtlichen Untergliederungen der Blindenverbände NRW, aber auch insbesondere die Planer und Träger von Bauvorhaben zur Erreichung des Ziels einer möglichst einheitlich barrierefreien Umweltgestaltung für blinde und sehbehinderte Menschen.

Die umfangreiche Tätigkeit der Fachgruppe dokumentiert sich durch ihre Mitwirkung bei folgenden Themenfeldern:

?Leitfaden Barrierefreiheit im Straßenraum in Kraft gesetzt

Die im Jahr 2007 begonnenen Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW über die Erarbeitung eines Leitfadens zur einheitlichen Gestaltung des Straßenraums im Zuständigkeitsbereich von Straßen NRW, die Belange behinderter Menschen betreffend, konnten zwischen den engeren Beteiligten im August 2008 abgeschlossen werden.
Zu Beginn des Jahres 2009 fand ein letztes Abstimmungsgespräch in Gelsenkirchen, dem Betriebssitz von „Strassen.NRW“ statt, um die Stellungnahmen der drei kommunalen Spitzenverbände in NRW die den Leitfaden grundsätzlich begrüßen einzubinden.
Mit dem Vorwort des Ministers für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Lutz Lienenkämper, in dem er den Leitfaden als Arbeitsgrundlage für alle, die an der Planung von Verkehrsräumen beteiligt sind, bezeichnet, wurde dieser im Juni 2009 in Kraft gesetzt.
Wir hoffen, dass er Maßstäbe für eine einheitliche Straßenraumgestaltung in ganz Nordrhein-Westfalen setzen wird.

? Deutsche Bahn - Mehr Sicherheit für Reisende erreicht

Insbesondere für sehbehinderte/blinde Bahnreisende kam es in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen und auch unfallträchtigen Situationen im Türbereich einiger Wagentypen der Deutschen Bahn.
Ein großer Erfolg, die Verbesserung der Sicherheit sehbehinderter / blinder Bahnreisender betreffend, ist auf die umfangreiche und akribische Recherche und mit Fakten gestützte Argumentation eines Mitglieds der Fachgruppe UVM zurück zu führen.
Nicht nur bei Neuanschaffungen von Zugtypen muss in Zukunft mehr Sicherheit geboten werden - Maßgeblich durch diese Initiative wurden laut Pressemitteilungen zur Behebung der Gefährdungssituation bundesweit bereits 450 Züge bestimmter Baureihen mit Lichtgittern ausgerüstet.
Unser Dank gilt vor allem dem Initiator, aber auch den Mitgliedern der Fachgruppe UVM, die mit Ihren Informationen zu diesem Erfolg beigetragen haben.

? Zielvereinbarungsverhandlungen

Ein Arbeitsschwerpunkt für die Fachgruppe im Jahr 2009 war die Teilnahme an
Zielvereinbarungsverhandlungen (ZVV) gemäß „Behindertengleichstellungsgesetz NRW“ zu unterschiedlichen Themenfeldern:

Stadt Münster: Bei den ZVV mit dem Ziel, Haltestellen des ÖPNV barrierefrei zu gestalten, werden die Interessen sehbehinderter/blinder Menschen durch ein Mitglied der Fachgruppe UVM vertreten.

Stadt Petershagen: Durch zwei Zielvereinbarungsverhandlungen, an denen ein Mitglied der FG UVM beteiligt ist, sollen einerseits barrierefreie Gestaltungen des öffentlichen Verkehrsraums und andererseits des öffentlichen Personennahverkehrs erreicht werden.

Regionalverkehr Köln GmbH: Durch diese ZVV konnte erreicht werden,
die für den Oberbergischen Kreis abgeschlossene Zielvereinbarung auch für die Gebietskörperschaften Kreis Euskirchen, Rheinisch-Bergischer Kreis, Rhein-Erftkreis und Rhein-Siegkreis linksrheinisch zu übernehmen. Und auf die Belange seheingeschränkter Menschen bezogen, zu optimieren.

Stadt Herne: Im November 2009 wurde die Stadt, unterstützt durch die FG UVM vom Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen zu Zielvereinbarungs-verhandlungen aufgefordert, um für den von uns vertretenen Personenkreis mehr Barrierefreiheit bei der öffentlichen Straßenraumgestaltung zu erreichen.

? E U Flugverordnung

Im Nachgang zu den Flughafenbegehungen der Jahre 2007 und 2008 nahm ein Vertreter der Fachgruppe an einem Ortstermin im Flughafen Dortmund teil. Festzustellen ist, dass in neuen Anbauten, sowie im Bestand einigen unserer Anregungen gefolgt wurde und den Belangen seheingeschränkter Fluggäste Rechnung getragen wurde.
Insgesamt ist die Situation hier, wie auf allen anderen Flughäfen in NRW auch immer noch unbefriedigend, da insbesondere noch keine Bodenindikatoren als Orientierungs- und Leitsystem installiert wurden. Zur Verbesserung der Situation sind für 2010 weitere Gespräche mit den Flughafenbetreibern geplant.

? Signet-barrierefrei

Auf Initiative der Landesbehindertenbeauftragten, Angelika Gemkow, fanden
unter Beteiligung der FG UVM Sitzungen eines Arbeitskreises statt, der
Mindestkriterien für ein Landesweites „Signet Barrierefrei“ entwickeln soll, mit dem Barriere freie Einrichtungen ausgezeichnet werden können.
Diese Gespräche werden Anfang 2010 fortgesetzt.

? Durchführung von themenbezogenen Veranstaltungen / Mitwirkung in Gremien

Im Berichtsjahr nahmen Mitglieder der Fachgruppe an den
Fachkonferenzen Bauen, Wohnen und Verkehr der LAG SELBSTHILFE NRW teil.

Ein Wochenendseminar der Fachgruppe fand im April im „Aura Zentrum Bad Meinberg“ statt. Der Vortrag von Prof. Dr. W. Echterhoff „Kontrastoptimierte Umweltgestaltung in Bezug auf die Belange sehbehinderter Bürger“, wurde flankiert durch Ausführungen der Firma ILIS zum Thema „Leitsysteme unter Kontrastgesichtspunkten“ .
Im Rahmen dieses Seminars waren die Ortstermine in Detmold zur Besichtigung einer „Doppelquerungsstelle“, gebaut nach den Vorgaben des „Leitfadens Barrierefreiheit von Strassen.NRW“ und einer akustischen dynamischen Haltestelleninformation, sowie eines Leitsystems im historischen Innenstadtbereich Detmolds besonders praxisnah und eindrücklich.

Die Mitgliederversammlung am 31.10.2009 hatte das Schwerpunktthema: "Erläuterungen zu den Tatbestandsvoraussetzungen des § 55 BauO NRW".

Das Leitungsteam dankt allen, die die Fachgruppe Umwelt/Verkehr/Mobilität bei Ihrer Arbeit unterstützt haben.


Fachgruppe Taubblinde und Hörsehbehinderte
Die Fachgruppe vertritt die Interessen aller taubblinden und hör- sehbehinderten Mitglieder der nordrhein-westfälischen Blinden- und Sehbehindertenvereine.
Die Aufgaben insbesondere sind die Durchführung einer Reha-Woche, Durchführung von Treffen, Beratung über Hilfsmittel und Freizeitmöglichkeiten, die Zusammenarbeit
mit anderen Organisationen für taubblinde und hör- sehbehinderte Menschen sowie die Zusammenarbeit mit den Verbänden für gehörlose und schwerhörige Menschen

Tätigkeitsbericht der Fachgruppe für Taubblinde und Hörsehbehinderte

In der Fachgruppenversammlung am 5. März 2009 wurde das Leitungsteam erweitert: Beate Herdecke, Marina Pompe, Ludger Nienhaus, Heiner Nell und Georg Clörckes wurden als Beisitzer ins Leitungsteam gewählt.

Die Reha- Woche wurde vom 19. April bis 26. April 2009 in Bad Meinberg durchgeführt. 26 taubblinde und hörsehbehinderte Fachgruppenmitglieder nahmen mit ihren Angehörigen, Partnern und Assistenten teil. Während dieser Reha- Woche gab es folgende Kursangebote: Computer, Punktschrift, Lormen, taktiles Gebärden, Schulung der Lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF), Gedächtnistraining, Trommeln und therapeutisches Tanzen. Mitglieder des Leitungsteams leiteten die Computer- und Punktschriftkurse. Zusätzlich gab es sportliche Angebote: Nordic Walking, Tandem und Wandern.

Zusammen mit dem ev. Taubblindendienst in Radeberg organisierte die Fachgruppe das erste bundesweite Taubblindentreffen, das vom 1.- 3. Mai in Radeberg stattfand. 60 Taubblinde aus dem ganzen Bundesgebiet nahmen teil und verabschiedeten eine Resolution zu den Belangen taubblinder Menschen, die sich auf die am 27. März erfolgte Ratifizierung der UN- Konvention für behinderte Menschen stützt.

An jedem ersten Samstag eines ungeraden Monats trafen sich Taubblinde und Hörsehbehinderte aus ganz Nordrhein- Westfalen – und darüber hinaus – zum Stammtisch in Gelsenkirchen. Am 7. Juli 2009 fand der Stammtisch im Bootshaus des Münsteraner Blindenwassersportvereins statt. An jedem ersten Samstag eines geraden Monats organisierte Beate Herdecke den Kegel-Treff in Dortmund. An jedem dritten Dienstag führte Lilo Binzenbach den Taktile Kommunikations-Treff (Tako-Treff) in Köln durch. Außerdem organisierten Georg Clörckes und Ludger Nienhaus Museumsbesuche im Haus der Geschichte in Bonn, im Lehmbruck – Museum in Duisburg, im Neanderthal – Museum in Mettmann und in der Zeche Zollverein in Essen. Thomas Brumann und Oliver Ley schulten während des ganzen Jahres taubblinde Fachgruppenmitglieder zu Hause an ihren Computern. Diese Schulungen umfassten einen Zeitraum von
2 - 10 Tagen.

Die Zusammenarbeit im Leitungsteam war harmonisch und effektiv. Die Arbeitsteilung klappte so hervorragend, dass das Leitungsteam vielfältige Aufgaben in Angriff nehmen konnte. Darunter fällt auch die Beratung am Telefon oder per Mail und Fax, die Weitergabe wichtiger Informationen aus dem Taubblindenbereich, Hausbesuche und die Kontaktaufnahme zu Selbsthilfegruppen im gesamten Bundesgebiet.

Beauftragte der Blinden- und Sehbehindertenvereine NRW

Tätigkeitsbericht der Diabetes –Beauftragte

Jährlich gibt es durch den Diabetes mindestens 8.000 Neuerblindungen nur in Deutschland.
Zum Überleben brauchen erblindende Diabetiker psychologische Betreuung und müssen eine eigenständige intensive Selbsttherapie durchführen. Zu diesem Diabetesmanagement benötigen sie barrierefreie medizin-technische Hilfsmittel. Das sind unter anderem Blutzuckermessgeräte, Insulin-Pen’s und Insulin-Pumpen.

Um diese Belange und Probleme der erblindenden und blinden Diabetiker habe ich mich auch im Jahr 2009 gekümmert. Neben den telefonischen Beratungen und Schulungen unserer Mitglieder gehört dazu verstärkt die Hilfestellung für die von Blindheit bedrohten Diabetiker. Mit dem in unserem Verband vorhandenem blindenspezifischen Wissen und Möglichkeiten können wir Menschen, die durch eine diabetische Retinopathie ihr Augenlicht verlieren, helfen. Hier ist der eigentliche Aufgabenbereich der Diabetesbeauftragten des Blinden- und Sehbehindertenverbandes. Dazu gehört Öffentlichkeitsarbeit im diabetischen Umfeld, d.h. Diabetiker, Angehörige, Mediziner und Pharmaindustrie sind anzusprechen. Nur wenn in Industrie und Ärzteschaft bewusst wird, dass es die blinden Diabetiker wirklich gibt, können wir unsere Forderung nach durchgängig barrierefreien medizin-technischen Hilfsmitteln durchsetzen. Um den Diabetiker mit Augenproblemen zu erreichen, denn in seiner Situation ist alles was mit Blindheit zu tun hat ein rotes Tuch, habe ich mit anderen Betroffenen aus der Blinden- und Diabetes-Welt eine Initiative ins Leben gerufen: BiDmA - Bundesinitiative Diabetiker mit Augenproblemen. Da mir die Koordination obliegt, kann ich aufgrund der Anfragen sagen, dass sie von Diabetikern, Angehörigen, Medizinern und Pharmaindustrie positiv angenommen und genutzt wird.

Meine weiteren Aktionen waren:

? Im Januar, Februar, April und Mai 2009: habe ich je 4-stündige Unterrichtseinheiten im Berufsausbildungskurs der werdenden Diabetesberaterinnen DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) gehalten.
? Februar und Oktober 09: Teilnahme an der erweiterten Landesvorstandssitzung DDB NRW - Deutscher Diabetiker Bund (Patientenorganisation).
? März 09: zwei Fortbildungsworkshops für Diabetesberater und Diabetologen an der Diabetes Akademie Niedersachsen gegeben.
? Mai 09: Teilnahme am Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (Diabetologen)
? September 09: Teilnahme an der Jahrestagung der Diabetesbeauftragten im DBSV in Mündersbach
? November 09: Teilnahme an dem Insulinertreffen Rahrbach (Patientenorganisation).


Tätigkeitsbericht der Sehbehindertenbeauftragten

Die Beratung von Menschen mit Sehbehinderung stand wieder im Mittelpunkt meiner Tätigkeit.

Das Motto des Sehbehindertentags am 6. Juni 2009 war „Lesen, so wie ich es mag!“ Der Bonner Blinden- und Sehbehindertenverein betreute mit mir einen Stand in der Bonner Thalia Buchhandlung. Unsere Tische wurden sehr rege besucht, und wir konnten viele Fragen beantworten.

Eine weitere Veranstaltung mit dem Bonner Verein war in einer Gaststätte, in die wir von Sehbehinderung betroffene Menschen eingeladen hatten. Ein Optiker und ein Hilfsmittelhersteller waren anwesend und konnten die an Hilfsmitteln Interessierten vor Ort umfassend informieren.

Nach einjähriger Ausbildung im Projekt „Wir sehen weiter“ der Blinden- und Sehbehindertenvereine NRW bin ich zertifizierte Beraterin im Blinden- und Sehbehindertenwesen (DBSV).

Ich habe am zweiten bundesweiten „offenen“ Seminar im DBSV „Leben mit Sehbehinderung - informieren, qualifizieren, mitmachen!“ in Bad Meinberg teilgenommen. Die Themen des Seminars waren: „Mimik, Gestik und Körpersprache“, „Digitale Fotografie und Bildbearbeitung“ sowie „Orientierungs- und Mobilitätstraining für Menschen mit Sehbehinderung“.

Ich besuchte zwei Seminare, einmal der LAG Selbsthilfe NRW und ein weiteres der BAGH Selbsthilfe über Vereinsrecht.

Um über die Entwicklung in medizinischen Fragen u. a. von Sehprothesen Auskunft geben zu können, nahm ich am Potsdam-Meeting, einem Forschungs-Kolloquium der Pro Retina Stiftung zur Verhütung von Blindheit in Potsdam teil.

In Bonn fand ein Internationales Symposium für Sehprothesen statt. Der DBSV bat mich, dort einen Stand für den DBSV zu betreuen. Die Forscher waren sehr interessiert an unserer Arbeit.


Tätigkeitsbericht des Tourismusbeauftragten

Am 02.03.09 den Bericht für das Jahr 2008 an den BSVW geschickt.
Die ganzen Berichte aus (eben erfahren) als Information für interne Öffentlichkeitsarbeit im BSVN weitergeleitet.

Am 03.03.09 mit Frau Pasquale zum Thema Brailletexte für Infotafeln konferiert.

Am 21.03.09 Besuch in Oberhausen anlässlich des Treffens von 35 plus. Organisiert vom dortigen Blindenverein unter Leitung von Markus Hohn.

Im April 09 wurde die Planung für den Wanderweg im Nationalpark Eifel abgeschlossen. Die Ausführung wird in 2010 erfolgen.

Im August 09 wurde der Natur-Lehrpfad Hühnerheide in Oberhausen fertig gestellt und eröffnet.

Am 18.09.09 nochmalige Begehung im Grugapark und endgültige Festlegung des barrierefreien Wanderweges in der Grugaanlage.

Vom 16.-18.10.09 treffen der Landes-Tourismusbeauftragten in Dresden. Hierzu hatte die Kost des DBSV eingeladen. Themen: Erarbeitung von Empfehlungen zur Reiseassistenz und das Barrierefreie Hotel, u. a. m.
Ziel: Erhöhung der Lebensqualität durch Barrierefreie Theaterbesuche, Museen, u. a.
Die erarbeiteten Empfehlungen finden Sie unter www.dbsv.tourismus. Org


Tätigkeitsbericht des Landeskegelwart im BSVN

Vom BSV Nordrhein hatten sich insgesamt 11 aktive Keglerinnen und Kegler zur Teilnahme an der 38. DBSV-Pokalmeisterschaft, die vom 24. bis 26.04.2009 in Hagen stattfand, qualifiziert.
Die Anreise unserer Teilnehmer vom BSV Bonn/Rhein-Sieg, BSV Düren, BSV Rhein.-Berg.-Kreis und BSV Moers erfolgte am Samstagvormittag, da alle Aktiven erst ab 13.00 Uhr an den Start gingen.
Aus unserem Verbandsgebiet hatten sich die Mannschaft aus Moers und einige Einzelkegler/-Innen qualifiziert.

Unsere Mannschaft aus Moers greift am Samstag ab 13.15 Uhr ins Geschehen ein und die Einzelkegler kommen über den Nachmittag verteilt an die Reihe.
Um die Mannschaft aus Moers zu unterstützen, versammelten wir uns nach dem Mittagessen alle auf der Kegelbahnanlage. Der Ablauf verlief recht zügig, da keine nennenswerten technischen Störungen auf den einzelnen Bahnen aufgetreten sind.
Nachdem wir dann mit dem Kegeln fertig waren, wurde von Johanna Gajewski und Norbert Stolte das aktive Turnier als beendet erklärt.
Anschließend hatte jeder ausreichend Gelegenheit, sich frisch zu machen, ehe die abendliche Veranstaltung mit einem gemeinsamen Abendessen und der Siegerehrung um 18.00 Uhr im Saal des gleichen Hauses begann.
Nach der Begrüßung der Ehrengäste durch den Bundeskegelwart, Norbert Stolte, und das Grußwort durch den Vorsitzenden des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westfalen, Klaus Hahn, gab es das gemeinsame Abendessen; diesem folgte dann die Siegerehrung. Zuerst wurden die Einzelsieger bekannt gegeben und anschließend die Mannschaften.

Die wichtigsten Ergebnisse aus Sicht unseres Verbandes lauten wie folgt:
Bei den Einzelkeglerinnen können die Plätze 1 und 2 von zwei unserer Damen belegt werden sowie auch bei den Herren die ersten beiden Plätze von Keglern aus Nordrhein belegt wurden.

Den ersten Platz im Mannschaftswettbewerb belegen die Kegler des BSV Moers.
Aufgrund der vorgenannten guten Ergebnisse können wir auf unsere Einzelkegler sowie die Mannschaft aus Mors richtig stolz sein.
Es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass jeder Aktive als Spende vom Kegelzentrum Hagen eine Erinnerungsmedaille erhielt.

Nachdem der offizielle Teil der Siegerehrung beendet war, gab Herr Stolte abschließend noch bekannt, dass die 39. Bundespokalmeisterschaft im nächsten Jahr vom 30.04. bis 02.05.2010 in Stralsund stattfindet.
Des Weiteren bedankt er sich bei Johanna Gajewski für die hervorragende Organisation des Turniers in Hagen.
Danach machten sich dann die Teilnehmer des BSVN auf den Heimweg.

Herzlich Dank sagen möchten wir an dieser Stelle all unseren Helferinnen und Helfern für den unermüdlichen Einsatz. Ohne ihre Unterstützung wäre die Teilnahme an solchen Turnieren überhaupt nicht denkbar.

Es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass beim EBU-CUP, der vom 05. bis 13.09.2009 in Bernried/Niederbayern stattfand, einige Personen aus dem Verbandsgebiet an verschiedenen sportlichen Disziplinen teilgenommen und die eine oder andere Medaille errungen haben.

Des Weiteren fand in unserem Verbandsgebiet am Samstag, den
26. September 2009 das 17. Kegelturnier des BSV-Nordrhein zur Qualifikation für die Bundespokalmeisterschaft des DBSV 2010 in Stralsund statt.


Tätigkeitsbericht des Leiters der Schachgruppe

Spielbezirk West

Niederländische offene Meisterschaft im Februar:

Dies ist ein „Einladungsturnier. Die drei Teilnehmer der BSV NRW konnten sich dort achtbar schlagen.

Blindenschach-Integrationsturnier in Haaksbergen (NL) im April:
An dieser Veranstaltung, die alljährlich stattfindet waren 15 Spieler aus Nordrhein-Westfalen beteiligt.

Deutsche Einzelmesterschaft des Deutschen Blindenschachbundes im Juni in Rengshausen:
An diesem Schachturnier nahmen vier Spieler aus NRW teil.
Ein Teilnehmer aus Essen errang mit Platz 11 einen Achtungserfolg und wurde für den B-Kader nominiert.

Europameisterschaft der Damen -Einzel- in Polen im August

Eine von zwei deutschen Spielerinnen konnte bei ausgeglichenem Punkteverhältnis einen Platz im Mittelfeld erreichen.

Seniorenmeisterschaft in Finsterbergen im September

Schnellschach in Hamburg im Juni
Ein Teilnehmer aus unserem Verbandsgebiet.

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in Bad Salzuflen im Oktober
Zwei Mannschaften aus Essen. Die eine erreichte mit Platz Sieben ein nicht erwartetes Ergebnis. Die andere Gruppe war mit geringster Wertung gestartet. Hier war nicht mehr als Platz 16 zu erreichen.
Köln-Bonn erreichte noch einen Platz im Mittelfeld und die Bretthoppers Rheinland erzielten ein gutes Ergebnis mit Rang sechs.

Freundschaftsbegegnungen im Juli und August:
Ein Wochenendausflug führte die Schachgruppe Essen im Juli nach Georgenthal zum Schach und Freizeit mit Spielern aus Thüringen.
Im August traf sich Essen in Raesfeld mit dem dortigen Verein zum Schach und Grillabend.


Bad Meinberger Treff

Der Bad Meinberger Treff ist eine Freizeitmaßnahme für blinde und sehbehinderte Menschen im Rheinland und findet alljährlich in der Herbstzeit im AURA Zentrum Bad Meinberg statt.

40 Personen nahmen 2009 am Meinberger Treff teil.

Unter anderem besuchten wir die Firma Melitta in Minden, machten eine Kanalfahrt, sahen uns in Paderborn neue Hilfsmittel an (insbesondere ein neues Navigationsgerät), die wir auch gleich vor Ort testen konnten, besuchten die Punktschriftdruckerei und das Computermuseum, stellten bei Salz- und Zuckerland unsere eigenen Lollies her.

Ein weiterer Programmpunkt war ein Spieletag: Die Firma Velen-Spiele war mit ihren für Blinde adaptierten Spielen angereist.


Nordrhein-Report

Unsere Verbandszeitschrift „Nordrhein Report“ erschien auch in diesem Jahr wieder im 2 monatlichem Rhythmus und wurde mit großen Engagement von einem 5-köpfigen Team zusammengestellt.
Seit nun mehr als einem Jahr erscheint unsere Zeitschrift als DAISY-CD in der DBSV Inform. Hierin produzieren in der Zwischenzeit 13 Landesverbände ihre Tonzeitungen.
Durch eine sehr großzügige Spende des Blindenhilfsvereins Krefeld und des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Düsseldorf, konnten neue Geräte zur Erstellung unserer Zeitschrift angeschafft werden. Erst durch diese Geräte ist die jetzige Aufnahmequalität möglich. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an unsere Sponsoren.
Unsere feste Position in der DBSV-Inform ist Platz 14.

Das vielseitige Themenspektrum haben wir auch in diesem Jahr beibehalten. Neben
blindenspezifischen Informationen, wie zum Beispiel in der Rechtsprechung über Änderungen bei unseren Personenkreis betreffenden Gesetzen, speziellen Reiseangeboten und Veranstaltungstipps, gab es Berichte über die Aktivitäten unserer Fachgruppen, über Sportveranstaltungen, und Informationen über neue Hilfsmittel. Abgerundet wurde das Bild durch nette Geschichten zum Schmunzeln, einer Serie, die über, auch für Blinde Menschen nutzbare, Museen in NRW informiert und einer Rätselecke mit schönen kleinen und großen Preisen.
Ich danke allen, die sich an der Arbeit rund um den NRR beteiligt haben und hoffe sehr, dass wir auch im nächsten Jahr wieder viele neue Hörer dazu gewinnen können.

Die Geschäftsstelle

Zur Wahrnehmung und Durchführung seiner Aufgaben unterhält der BSVN e.V. in Meerbusch eine Geschäftsstelle. Zu den regelmäßigen Aufgaben der Landesgeschäftsstelle gehören neben dem allgemeinen Tagesgeschäft der Verwaltung und der Umsetzung der Beschlüsse der Verbandsorgane vor allem:
• Beratung der Ortsvereine
• Unterstützung der Fachgruppen- und Beauftragtenarbeit, der Arbeitskreise und sonstigen Gremien
• Vorbereitung von Projekten
• Mittelbeschaffung
• Öffentlichkeitsarbeit
• Versand von Informationsmaterialien
• Finanzbuchhaltung
• Beratung von Betroffenen und deren Angehörigen
• Unterstützung bei Hilfsmittelanträgen
• Hilfen bei Problemen am Arbeitsplatz
• Informationen über Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten
• Unterstützung bei Wohnheimsuche und Betreutem Wohnen
• Orientierung und Mobilitätstraining
• Training von lebenspraktischen Fähigkeiten
• Kontakt zu Landschaftsverband, Wohlfahrtsverbänden und sonstigen sozialen Trägern
• Mitarbeit in der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter NRW
• Einflussnahme auf politische Entscheidungen und Zusammenarbeit mit der Ministerialverwaltung
• Teilnahme an Messen und ähnlichen Veranstaltungen der Öffentlichkeitsarbeit

Die Landesgeschäftsstelle bereitet alle Gremiensitzungen des Verbandes vor.

Darüber hinaus gab es in 2009 folgende Aufgabenschwerpunkte:

Wahlhilfen für blinde und sehbehinderte Menschen
Auch blinden und sehbehinderten Menschen in NRW wurde es ermöglicht, bei den Wahlen im Jahre 2009 ihr Wahlrecht unabhängig, selbständig und geheim wahrzunehmen.
Für die Wahlen zum europäischen Parlament und zum Deutschen Bundestag erstellte die Landesgeschäftsstelle Wahlhilfepakete für blinde und sehbehinderte Menschen. Neben der Wahlschablone enthielten diese Informationspakete auch Informationen zur Anwendung der Wahlschablone in Großdruck, Braille und akustisch auf CD. Die CD informierte gleichzeitig über alle Wahlkandidaten und Parteien, die sich zur Wahl stellten. Insgesamt wurden über 6300 Wahlpakete an Mitglieder und Interessierte verschickt.

Projekt Augenmedizinische Selbsthilfetreffs

Größte Bedeutung für ein gutes Sehvermögen haben regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine frühzeitige und optimale Behandlung. Wichtig ist es aber auch, sich über den Verlauf einer Erkrankung und ihre Risikofaktoren genau zu informieren und sein Verhalten darauf einzustellen. Hierzu will das neue Projekt Augenmedizinische Selbsthilfetreffs beitragen.
Der BSVN hat dieses Projekt mit seinen Ortsvereinenin Angriff genommen.

Die Geschäftsstelle war unterstützend tätig bei der Beschaffung von Hilfsmaterialien wie Augenmodelle, taktile Darstellungen des Augenquerschnitts, Informationsmaterialien und einer Musterpresseerklärung.


Beiblatt Landschaftsverband Rheinland

Die Geschäftsstelle entwickelte einen Informationsflyer über die Hilfsmöglichkeiten und Hilfsangebote der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe, welches künftig jedem Bewilligungsbescheid des Landschaftsverbandes Rheinland für Bezieher von Leistungen nach dem Gesetz über Hilfe für Blinde und Gehörlose (GHBG) beigelegt werden soll.

Sehzentrum Düsseldorf

Für den Integrationsfachdienst in Düsseldorf wurden neue Räumlichkeiten gesucht und gefunden. Es wurde ein Konzept erarbeitet, welches eine Bürogemeinschaft von Integrationsfachdienst für blinde und sehbehinderte Menschen, der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe vor Ort (Allgemeiner Blindenverein Düsseldorf e.V.) und Berufsförderungswerk Düren beinhaltete. Ab Januar 2010 wurde dies in der Lindemannstraße 30 verwirklicht.


Besondere Veranstaltungen
Teilnahme an der Abschlussveranstaltung der Tour de Braille in Düren am 28.08.2009.
Mit einem großen Informationsstand nahm der BSVN an der Abschlussveranstaltung der großen Tour de Braille in Düren auf dem Gelände der Blindenschule teil.
Als Gäste nahmen herausragende Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung an dieser Veranstaltung teil
Es sprachen auf der Festversammlung die Bundesgesundheitsministerin Ursula Schmidt, der Vorsitzende der Landschaftsversammlung des LVR Dr. Jürgen Wilhelm und der LVR Direktor Harry Voigtsberger.
Der BSVN-Vorsitzende Gerd Kozyk betonte in seinem Redebeitrag eindringlich die Unabdingbarkeit des Erlernens der Brailleschrift für blinde Menschen, deren Verbreitung und die Notwendigkeit die politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen dafür zu
schaffen.
• Teilnahme mit Informationsstand des Landesverbandes an der Feier „30 Jahre Behindertenbeirat der Stadt Remscheid“ am 12.01.2009 im Rathaus Remscheid.
• Teilnahme an der Mitgliederversammlung des BSV Moers und Umgebung am 28.03.2009. Hier war Peter Henseler „Überraschungsgast“ und hielt die Laudatio für den ausscheidenden langjährigen Vorsitzenden Dieter Brans.
• Teilnahme an der Jubiläumsfeier 50 Jahre Blindenwassersportverein Mönchengladbach und Umgebung am 20.06.2009 am Hariksee in Niederkrüchten.
• 21.06.2009 Festansprache Peter Henseler anlässlich der100 Jahr Feier des BSV Köln im Maternushaus in Köln.
• Festreferat Peter Henseler anlässlich der 75 Jahr Feier des BSV Mettmann am 19.September 2009 in Mettmann.
• Teilnahme an der RehaCare in Düsseldorf in der Zeit vom 14. bis 17.Oktober. Großer Informationsstand des Verbandes in Kooperation mit dem Berufsförderungswerk Düren.
• Teilnahme an weiteren diversen Veranstaltungen der Ortsvereine.

• Peter Henseler ist Kassenprüfer der LAG SB in Münster und Kassenprüfer bei der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus für alle e. V. (NATKO), Düsseldorf, letzteres im Auftrag des DBSV.

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein dankt allen, die seine Arbeit
ideell und finanziell unterstützt und gefördert haben.


Der Vorstand / die Geschäftsführung

Gerd Kozyk / 1. Vorsitzender
Heinz van Well / 2. Vorsitzender
Manuela Landsberg / Beisitzerin
Manfred Meyer / Beisitzender
Brigitte Otto-Lange / Beisitzerin
Christian Pollmanns / Beisitzer
Bernd Winkelmann / Beisitzer
Dr. Hans-Joachim Zeißig / Beisitzer

Peter Henseler / Geschäftsführer