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Führhundhalterseminar in Overath

Datum: 01. Juli 2019

Ein Erfahrungsbericht von Simone Fischer:

Am Donnerstag konnten wir ab 14:00 Uhr im Hotel Alte Poststation in Overath anreisen. Um 16:00 Uhr ging es dann mit einer Begrüßung und Vorstellungsrunde los. Im Anschluss, bis zum Abendessen, fand unsere Fachgruppenversammlung statt. Nach dem Abendessen haben wir noch ein paar organisatorische Dinge besprochen und die Gruppeneinteilung für Freitag und Samstag vorgenommen, damit wir an diesen beiden Tagen direkt mit vollem Tatendrang loslegen konnten.

Eine Gruppe hat am Freitag mit der Ersten Hilfe am Hund und die zweite Gruppe mit dem Clickertraining begonnen. Am folgenden Tag wurden die Gruppen dann getauscht, so dass beide Gruppen an einem ganzen Tag Erste Hilfe und an einem ganzen Tag Clickertraining hatten.

Bei der Ersten Hilfe haben wir erst einmal die gesamten Vitalwerte des Hundes gelernt und an unseren Hunden überprüft. Danach haben wir besprochen welche Arten von Schock es gibt und wie wir diese erkennen können. Ohne Theorie funktioniert nämlich keine Praxis. Da die Eigensicherung immer an oberster Stelle steht, haben wir kurz vor dem Mittagessen noch gelernt wie eine Maulschlaufe anzulegen ist damit der Hund uns im Schock nicht verletzen kann. Nach dem Mittagessen war dann genug mit Theorie. Es hieß ran an die Praxis. Nun haben wir geübt verschiedene Verbände anzulegen. Silke Küppers hat uns Schritt für Schritt erklärt was wir zu tun haben. Den Anfang machte der Pfotenverband. Nachdem alle Materialien bereit gelegt waren, konnten wir zur Tat schreiten. Immer zu zweit haben wir unsere Hunde verbunden. Nach dem Pfotenverband folgten ein Druckverband, dann ein Verband am Brustkorb und schließlich ein Ohrenverband. Die meisten Hunde haben das ganz tapfer durchgestanden. Ansonsten war auch noch Eddi von Silke da, der dann herhalten musste. Nach dem Ohrenverbannt hatten aber alle Hunde die Nase voll. Ja, die Hunde hatten nun Feierabend, wir aber noch nicht. Auf uns wartete noch die Wiederbelebung von Dummy Kasper. Zuerst mussten wir prüfen ob er noch atmet, Puls hat oder etwas im Maul steckt. Dann ging es an die Wiederbelebung. Erst gab es einen Faustschlag auf das Herz, dann zwei Atemzüge Mund zu Nase Beatmung und dann im Rhythmus zu Beat it von Michael Jackson 15 Stöße auf den Brustkorb. Die Beatmung und Druckmassage wird vier Mal wiederholt und dann erst mal geprüft ob der Hund wieder selbstständig atmet und das Herz schlägt.

Beim Clickertraining geht natürlich auch keine Praxis ohne Theorie. Vormittags hat uns Annette Gräfenstein etwas zum Lernverhalten des Hundes erzählt und wie man dieses mit Hilfe des Clickers unterstützen kann. Es gab auch einen interessanten Bericht über eine blinde Frau, die ihren Blindenführhund mit dem Clicker ausgebildet hat. Bevor wir mit unseren Hunden die praktischen Übungen beginnen konnten, wurde unser Timing geschult. Vor dem Mittagessen haben wir auch hier mit der ersten praktischen Übungen begonnen. Wir haben unsere Hunde auf den Clicker konditioniert. Dies funktioniert in dem man dem Hund in einer schnellen Folge direkt nach dem Click ein Leckerchen gibt. So ungefähr 10-15 x. Dann sollte man eine Pause machen und später noch mal wiederholen. Nach dem Mittag essen war unsere erste Aufgabe, dass der Hund ein Touch lernt. Sobald der Hund die Handinnenfläche mit der Nase berührt hatte, bekam er ein Click und Leckerchen. Ganz wichtig: das Leckerchen wird erst herausgeholt wenn der Click erfolgt ist. Der Hund wird ansonsten nämlich nicht bestätigt sondern gelockt etwas zu tun. Danach folgten noch Übungen wie eine leere Hand statt die mit Leckerchen anzutippen, der Hand folgen, eine individuelle Übung zu einem von uns benannten Problem und zum Schluss etwas Lustiges. Der Hund sollte einen Buzzer oder eine Glocke drücken. Ach ja, auch wir Halter wurden geklickert. Dafür ist jeweils einer von uns vor die Tür gegangen und die Gruppe hat sich eine Aufgabe überlegt. Derjenige, der vor der Tür stand, musste dann ausprobieren welche Aufgabe er hat und wurde für jeden richtigen Schritt mit einem Click belohnt und mit Gummibärchen.

Da uns für den Sonntag der Referent abgesprungen ist, ist kurzfristig Werner Bellstedt eingesprungen und hat uns etwas über die Historie des Blindenführhundgeschirrs erzählt und seine neuen Geschirre vorgestellt.

Abgeschlossen haben wir mit einem Resümee und Themenvorschlägen für das nächste Jahr. Für mich war es wie immer sehr schön und ich freue mich auf das nächste Jahr.

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